Kreditkartennummer

Was ist eine Kreditkarte?

Eine Kreditkarte ist ein Zahlungsmittel, das anstelle von Bargeld für die Bezahlung von Waren und Dienstleistungen eingesetzt wird. Einsetzbar ist die Kreditkarte im Geschäfts- und Privatleben sowie für Online-Geldtransaktionen. Fast alle Kreditkarten können weltweit eingesetzt werden. Wenn es sich um MasterCard und Visa handelt erfolgt die Ausgabe durch die Banken, in Zusammenarbeit mit Kreditkartenorganisationen. Diners und American Express werden von der Kartengesellschaft ausgegeben. Die Kreditkarte ist aus Kunststoff und hat das Format einer Scheckkarte. Die relevanten Kartendaten sind auf der Vorderseite sichtbar und fühlbar erhaben eingeprägt. Bei den meisten Kreditkarten ist auf der Rückseite eine Kreditkartennummer eingetragen.

Außerdem muss jede Kreditkarte auf der Rückseite vom Kontoinhaber unterschrieben werden. Desweiteren befindet sich auf der Rückseite für die Speicherung der Kartendaten ein Magnetstreifen. Die Kreditkarte von einigen Sparkassen und Banken ist auf der Vorderseite zusätzlich mit einem Chip versehen, der irgendwann den Magnetstreifen ersetzen soll. Alle deutschen Kreditkarten sind seit 2011 mit einem EMV-Chip ausgestattet. Damit soll die SEPA- Kompatibilität (Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum) erreicht werden.

Für wen ist eine Kreditkarte sinnvoll?

Die Kreditkarte ist für jeden sinnvoll der ein regelmäßiges Einkommen erzielt und den bargeldlosen Zahlungsverkehr bevorzugt. Zu beachten ist bei der Beantragung der Kreditkarte, dass diese kostenlos oder gegen Gebühr ausgegeben wird. In einem Kreditkarten Vergleich, können sich Interessenten darüber informieren. Besonders interessant ist eine Kreditkarte für Personen die aus geschäftlichen oder privaten Gründen viel unterwegs sind.

Wie funktioniert eine Kreditkarte?

Wird die Kreditkarte zum bezahlen eingesetzt erfolgt die Übertragung der Daten vom Verkäufer manuell. Wird die Karte elektronisch ausgelesen, erfolgt das über den Magnetstreifen, den Speicherchip oder mit einer Chipkarte kontaktlos. Bezahlungen per Internet, Brief, Fax oder Telefon erfolgen durch die Ãœbermittlung der erforderlichen Daten und der Kreditkartennummer. Danach wird die Authorisierungsanfrage gestellt, die Authorisierungsantwort abgewartet und der Kassenbeleg ausgedruckt. Dieser muss vom Kunden unterschrieben werden, allerdings nur wenn vorher kein PIN eingegeben wurde. Auszahlungen können in der Regel nur am Bankautomaten stattfinden. Mittlerweile können sich die Karteninhaber aber auch Bargeld in einigen Supermärkten und Tankstellen ausbezahlen lassen, wenn sie für einen bestimmten Betrag einkaufen.

Welche Kreditkartentypen gibt es?

Es gibt die echte, klassische Kreditkarte, für die der Karteninhaber eine monatliche Abrechnung bekommt, die dann entweder sofort beglichen oder in monatlichen Raten bezahlt wird. Für die Chargekarte wird monatlich eine Rechnung erstellt, die entweder sofort oder innerhalb von 30 Tagen beglichen wird. Bei der Debitkarte, in Deutschland als EC-Karte gängig und international als Maestro-Karte einsetzbar, wird sofort nach der Bezahlung das Girokonto belastet. Die Daily-Chargekarte ist eine Kombination aus Debit- und Chargekarte, deren Abrechnung über ein technisches Kartenkonto erfolgt. Das Konto kann im Guthaben geführt werden, es wird aber zusätzlich ein Kreditrahmen eingeräumt. Sollbeträge werden nach der Monatsabrechnung vom Girokonto eingezogen. Für die Bezahlung von Internet Einkäufen können virtuelle Kreditkarten genutzt werden, bei denen es sich meistens um virtuelle Prepaid-Kreditkarten handelt. Sie funktioniert wie eine ganz normale Kreditkarte und besteht aus Kreditkartennummer, Gültigkeit, Name des Karteninhabers und Sicherheitsprüfnummer.

Was ist eine Kreditkartennummer/Prüfnummer?

Bei der Kreditkartennummer handelt es sich um eine eindeutige Identifikationsnummer, die zwölf- bis sechszehnstellig ist. Damit wird die Karte eindeutig identifiziert. Am Geldautomaten wird die Kreditkartennummer einer Person zugeordnet, die ihre Identität mit der PIN bestätigen muss. Wird die Kreditkarte zum bezahlen benutzt wird die Karte und damit der Karteninhaber anhand der Kreditkartennummer identifiziert. Die Identität weist der Kreditkarteninhaber mit seiner Unterschrift aus. Die Kreditkartennummer besteht normalerweise aus 16 Stellen, bei der American Express aus 15 Stellen. Sie ist auf der Vorderseite der Karte sichtbar und auf dem Magnetstreifen elektronisch gespeichert. Die ersten 6 Ziffern stehen für den BIN-Code, mit dem durch die ersten 4 Ziffern die Kreditkartengesellschaft und mit der 5. Ziffer die Kreditkartenart ausgewiesen werden. Die 6. Ziffer zeigt an, ob es sich zum Beispiel um eine Partnerkarte, Zweitkarte oder Firmenkarte handelt. Die restlichen 10 Ziffern stehen für die Kontonummer, wobei die letzte Ziffer die Prüfziffer ist. Auf der Rückseite der Kreditkarte ist sichtbar geprägt oder elektronisch auf dem Magnetstreifen die Prüfnummer gespeichert.

Welche Kosten und Gebühren fallen an?

Kreditkarten werden von sehr vielen Banken und Kreditkarteninstituten kostenlos an ihre Kunden ausgegeben. Meistens wird dann aber ein gewisser Umsatz verlangt, ansonsten wird die übliche Jahresgebühr in Rechnung gestellt. Sogenannte Motivkarten kosten zusätzlich einmalig 10 bis 15 Euro. Im Inland ist der Gebrauch der Kreditkarte kostenlos, für den Einsatz im Ausland können zusätzliche Kosten entstehen. Ob Gebühren berechnet werden oder nicht kann mit einem Kreditkarten Vergleich festgestellt werden.

Welche Zusatzleistungen gibt es?

Je nachdem bei welchen Banken und Kreditkarteninstituten die Kreditkarte beantragt wird, können die Karteninhaber von Zusatzleistungen profitieren. Das sind zum Beispiel bis zu 20% Rabatt bei Europcar, weltweiter Tankrabatt, Ermäßigung auf eine Bahncard, Reiseversicherung, exklusive Reiseangebote sowie Rabatte im In- und Ausland, Bonuspunkte für jeden Einkauf und Zinsen für das Guthaben auf dem Kreditkartenkonto. Wenn ein Kreditkarten Vergleich durchgeführt wird, werden meistens auch die Zusatzleistungen angegeben.

Haftung bei Kartenmissbrauch und Sperrung

Wenn die Kreditkarte verloren geht oder gestohlen wird muss der Verlust sofort beim ausgebenden Institut gemeldet werden. Da muss der Karteninhaber ab diesem Zeitpunkt für den Missbrauch nicht mehr einstehen. Der Karteninhaber haftet mit bis zu 50 Euro für Schäden die vor der Sperrung entstehen. Wurde die Kreditkarte nicht sorgfältig aufbewahrt, die Geheimzahl nicht geheim gehalten oder nach dem Verlust das Institut nicht umgehend nach dem Bekanntwerden informiert handelt der Kreditkateninhaber grob fahrlüssig und muss für den entstandenen Schaden selbst aufkommen. Die Rufnummer für die Sperrung der Karte wird dem Karteninhaber vom ausgebenden Institut mitgeteilt. Der zentrale Sperrnotruf 116 116 gilt für alle sperrbaren Medien, ob das aber tatsächlich der Fall ist, hängt vom ausgebenden Institut ab.